01.01.2026

01/2026 Rezepte für leckere Stadtzentren

Klimaschutz

Die meisten Mütter, Väter und Großeltern kennen es: Einen Adventskalender für Ihre Liebsten zu füllen und mit den Inhalten Interesse, Überraschung und hier und da Schmunzeln und Vorfreude auszulösen, kann eine ebenso spaßige, zuweilen aber auch kniffelige Aufgabe sein. Umso schöner ist es, wenn man dann von den Reaktionen der Türöffnenden überrascht wird.

Und so erging es dem Team der Beratungsstellen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit mit den vielen sympathischen und humorvollen Antworten und Reaktionen im Dezember. Wir möchten an alle Teilnehmenden des Adventskalenders 2025 dafür DANKE sagen. Und ein Türchenthema wollen wir herausheben, das uns auch hoffentlich 2026 und darüber hinaus beschäftigen wird. 

Dabei ging es am 13.12.2025 um die Frage nach den "Zutaten für krapfenwürdige Zentren", also vitale Ortskerne mit einer gut erreichbaren Alltagsversorgung, die die Gemeinschaft, Identifikation und Kommunikation stärken. 

Wir haben einige tolle Rezepte bekommen, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten! 

Hier die besten Rezepte:

Rezept 1

Rezept für ein krapfenwürdiges Zentrum – ergibt ein lebendiges Zentrum für alle Generationen und gelingt auch ohne Backerfahrung

Zutaten (für ca. 1 Quartier / 1 Ortskern)

Grundteig – die Basis
  • stabile Portion öffentlicher Raum (Plätze, Straßen, Parks – gut erreichbar)
  • 500 g Nutzungsmischung, fein abgestimmt (Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Kultur, Bildung)
  • 1 Beutel Alltagsangebote (Bäckerei, Café, Nahversorgung, Arzt, Post, Spielplatz)
Füllung – die leckere Mitte
  • 3 EL Begegnung, Gemeinschaft & Interaktion (Sitzgelegenheiten, Treffpunkte, Vereinsleben)
  • 2 TL Kultur & Identität (lokale Geschichte, Kunst, Feste, Märkte)
  • 1 großzügige Prise Vielfalt (für alle Altersgruppen, Einkommen, Lebensstile)
Gewürze – für den besonderen Geschmack
  • Frische Mobilität (zu Fuß, mit dem Rad, ÖPNV – autoarm, aber erreichbar)
  • 1 Schuss Grün & Blau (Bäume, Wasser, Schatten, Abkühlung)
Barrierefreiheit nach Geschmack – am besten reichlich
Gehmittel – damit alles aufgeht
  • Mitbestimmung der Menschen vor Ort
  • Mut zum Experiment (Pop-ups, Zwischennutzungen)
  • Langfristige Pflege statt schneller Zuckerguss

Zubereitung

  1. Öffentlichen Raum vorbereiten: Straßen entschleunigen, Plätze öffnen, Raum zum Bleiben schaffen.
  2. Nutzungen sorgfältig mischen: Monokulturen vermeiden – ein gutes Zentrum lebt ganztägig.
  3. Füllung einsetzen: Orte für Begegnung schaffen: spontan, niedrigschwellig, wetterfest.
  4. Gemeinschaft langsam unterheben: Beteiligung nicht überrühren, sondern ernst nehmen.
  5. Bei mittlerer Hitze reifen lassen: Zentren brauchen Zeit – Qualität entsteht nicht im Turbo-Ofen.

Serviervorschlag

Am besten frisch und gemeinsam genießen – mit Kindern, Seniorinnen und Senioren, Zugezogenen, Alteingesessenen, Nachtschwärmern und Frühaufsteherinnen und Frühaufstehern.

Hinweis des Bäckers

Ein gutes Zentrum hat keine leere Mitte. Es kleckert vielleicht ein bisschen, ist manchmal laut – aber genau das macht es krapfenwürdig.

Guten Appetit für die Stadt von morgen!

Rezept 2

Zutaten

  • 500 g Begegnungsräume (luftig, gut erreichbar)
  • 3 EL Kultur & Kreativität (regional, saisonal)
  • 1 Prise Mut zur Veränderung
  • 2 TL Mitbestimmung (fein gemahlen)
  • 1 Päckchen Vielfalt
  • 1–2 Schuss Aufenthaltsqualität (Bänke, Grün, Licht)
  • Süße Füllung nach Geschmack: Gemeinschaft & Leben

Zubereitung

Alle Zutaten langsam miteinander vermengen, bis eine lebendige Masse entsteht. Geduld zeigen – gute Zentren brauchen Zeit zum Gehen. Anschließend regelmäßig pflegen, bei Bedarf nachwürzen und offen servieren.

Tipp des Bäckers: Am besten schmeckt’s frisch belebt, mit Platz für alle – und ohne harte Ränder. 

Rezept 3

Zutaten

  • 2 Tassen Begegnungsräume (Plätze, Cafés, Parks)
  • 1 Handvoll kultureller Füllung (Museen, Events)
  • 3 EL nachhaltige Mobilität (Fahrradwege, ÖPNV, Fußgängerzonen)
  • 1 Prise Grün.
  • Jede Menge lokale Geschäfte als Zuckerstreusel

Zubereitung

  1. Alle Begegnungsräume großzügig in die Mitte des Zentrums gießen.
  2. Kulturelle Füllung sorgfältig einarbeiten, bis es bunt und lebendig wirkt.
  3. Nachhaltige Mobilität unterheben, damit sich alle frei bewegen können.
  4. Mit Architektur und lokalen Geschäften garnieren und warm servieren garantiert allen schmeckend!

Für Nachwuchs-Köchinnen und -Köche

Auch junge Menschen können sich an der Gestaltung und Diskussion rund um zukunftsfähige Stadtplanung beteiligen. Mit dem "Schulbuch Baukultur" der Bundestiftung Baukultur können im Unterricht die vielfältigen Themen- und Handlungsbereiche der nachhaltigen Stadtplanung und Baukultur vermittelt und kreative Ideen geweckt werden.

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